Fantasy, Jugendbuch, Sci-Fi

Thalamus von Ursula Poznanski | Rezension | Booksmagick


Worum geht es?

Bei einem Motorradunfall wird Timo schwer verletzt. Sein Sprachzentrum ist beschädigt und er kann seinen Körper kaum noch bewegen. Die abgelegene Rehaklinik Markwaldhof erziehlt hervorragende Ergebnisse bei Traumapatienten und auch Timo macht rasante Fortschritte – zu rasant. Plötzlich kann er Dinge, die er nicht können dürfte, weiß Dinge, die er nicht wissen dürfte. Timo beginnt nachzuforschen und kommt einem Geheimnis auf die Spur, das die Medizin verändern könnte.


Was denke ich darüber?

Nach Aquila, das mir ja nicht besonders gut gefallen hat, war ich etwas skeptisch, was Thalamus anging. Aber der Klappentext klang spannend und genau nach dem Richtigen für mich. Und tatsächlich hatte ich das Buch in drei Tagen ausgelesen (bei mir sehr schnell).


Was mir immer bei Ursula Poznanski gefällt, ist, dass sie oft Themen für ihre Bücher nimmt, die in naher oder vielleicht auch ferner Zukunft von großer Bedeutung sein werden. Dronen und High-Tech Brillen hatten wir ja schon. In Thalamus geht Poznanski noch einen Schritt weiter. Ich möchte nicht wirklich verraten, was sie sich diesmal ausgedacht hat, denn das würde dann doch zu viel Spannung nehmen, aber mir gefällt, wie sie sich nie zu weit in die Zukunft vorwagt. Ein Rest Realität bleibt immer erhalten. Vielleicht könnte unsere Zukunft ja wirklich so aussehen?

Die Geschichte kam ein wenig langsam in Bewegung für meinen Geschmack. Timos Unfall passiert schon im ersten Kapitel, aber die Zeit im Markwaldhof bis er erkennt, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht, zieht sich in die Länge. Dafür war die zweite Hälfte des Buches umso rasanter. Bis auf Timo habe ich jeder anderen Figur bis zur endgültigen Enthüllung der Bösewichte misstraut. Es passiert mir zu oft, dass ich Charaktere toll finde, die dann leider die Seiten wechseln oder gar nie zu den Guten gehört haben. Dass die Klinik so abgelegen ist und ein Rettungsteam im Notfall einige Zeit brauchen würde, den Markwaldhof zu erreichen, rundete die Beklemmung noch ab. Patienten, die sich untertags weder bewegen noch sprechen können, laufen in der Nacht durch die Klinik. Pfleger und Ärzte, die mir suspekt vorkamen: zu freundlich, zu verständnisvoll, zu … perfekt. Ein sehr gelungenes Setting; ich mag diese abgelegenen, creepy locations, wo sich seltsame Dinge abspielen.


Warum mir “Aquila” nicht zugesagt hat

  • Ich mochte die Protagonistin nicht
  • Die Geschichte konnte mich nicht fesseln
  • Das Ende war mir somit egal
  • Italienisch Phrasen waren voller Fehler
  • Die Eltern, die auf Urlaub sind und nicht für Ihre Tochter, die in Schwierigkeiten ist, nach Hause fahren??

Die Auflösung war für mich teils realistisch, teils doch ein wenig weit hergeholt. Der wissenschaftliche, technische Aspekt hat mir sehr gut gefallen. Der, sagen wir, telepathische Teil war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Ob ich so ganz mit dem offenen Ende zurecht komme, bin ich mir noch nicht sicher.


Fazit

Spannend, wenn auch etwas langatmig zu Beginn. An Erebos kommt Thalamus leider nicht heran, aber die Geschichte hat mir gut gefallen. Poznanskis Spielereien mit Zukunftsvisionen und neuartiger Technologie lassen einen doch nachdenklich werden. Wollen wir wirklich dahin oder sollten wir uns einen anderen Weg überlegen?


Bibliographie

  • Autorin: Ursula Poznanski
  • Seiten: 448
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Verlag: Loewe
  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • ISBN: 978-3-7855-8614-3

Wenn euch Thalamus angesprochen hat, schaut euch doch noch meine Empfehlungen unten an!

Drei Bücher, die mir sehr gut gefallen haben! Ich bezweifle, dass Ursula Poznanski jemals wieder ein so fantastisches Buch wie ‘Erebos’ schreiben wird, aber sowohl ‘Layers’ als auch ‘Elanus’ beschäftigen sich mit neuen Technolgien und sind als spannende Thriller geschrieben.

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