Jugendbuch

Cat Deal – Die Kunst zu stehlen von Kate Frey | Rezension | Booksmagick


Worum geht’s?

Cat Deal ist keine siebzehn Jahre alt und bereits Londons beste Diebin (Spezialisation: Fassadenklettern). Als ein Auftrag schiefgeht und Cat ein wertvolles Armband abgenommen wird, muss sich Cat widerwillig Lord Peter und seinem Team anschließen, um mit einem Gemälderaub ihre Schuld abzuarbeiten. Vielleicht ist Teamwork ja doch nicht so schlimm, wie sie gedacht hat?


Was ich darüber denke

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Ich war schon lange auf der Suche nach einer weiblichen Version von Alex Rider oder Top Secret. Nein, halt, nach einer weiblichen Version, bei der sich nicht alles um Mode, Schminke und “Mädchenthemen” – wie unsere Gesellschaft das so schön beschreibt – dreht. Als der erste Band der Drei !!! bei KOSMOS erschienen ist, war ich so aufgeregt, musste aber bereits das erste Buch abbrechen weil es so gar nicht wie die Drei ??? war: weniger Spannung und Detektivarbeit als bei den Jungs und dafür mehr Glitzer. Mag vielen gefallen und das ist auch voll ok, nur ich mag es halt nicht.

Cat Deal fand ich in einem Bücherei-Stapel bei meiner Schwester, als ich wieder mal ihr Bücherregal nach einem guten Buch durchforstete. Hatte übers Wochenende nur ein einziges Buch mit und das bereits im Zug ausgelesen. Typisch. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen; eine Diebin als Protagonistin lasse ich mir selten entgehen.

Ohne lange Vorreden steigen wir gleich beim verpatzen Einbruch ein (ha, einsteigen!). Cat kann gerade noch aus der brennenden Villa fliehen, verliert aber in einem Handgemenge mit einem anderen Dieb ihre Beute. Ihr Auftraggeber, Lord Peter, schlägt Cat einen Deal vor: Wenn sie sich für einen Job seinem Team anschließt, wären sie quitt. Cat nimmt an, wenn auch nur, um ihren guten Ruf wiederherzustellen. Zusammen mit dem Hacker Asim und Lord Peter beginnt sie, ihren bisher größten Coup zu planen.

Cat – Schülerin bei Tag, Diebin bei Nacht – lebt mit ihrer zahmen Ratte Simon auf einem Hausboot seit ihr Vater bei einem Selbstmordattentat ums Leben gekommen ist. Cat ist kein Teamplayer, sie ist etwas arrogant und ziemlich stur.

Adrenalin ist eine geile Sache. Die meisten machen Sport für den Kick. Auch ich muss für meinen Job körperlich fit sein, Ausdauer haben und einen Gegner schlagen. Der beste Sport, oder?

S. 94

Ich mag Cat, sie ist eine toughe Protagonistin, die lernen muss, dass sie nicht alles alleine machen kann und dass es in Ordnung ist, auch Hilfe zu holen – wenn man an einen besonders großen Diamanten alleine nicht rankommt zum Beispiel. Wenn man sich so ihre Beschreibung anhört, denkt man als allererstes an eine Mary Sue und vielleicht ist Cat das auch, aber bei so vielen männlichen Charakteren, die genau gleich ausgearbeitet sind, stört das nie jemanden. Ich habe beschlossen, dass mich das ab sofort auch bei Mädchen nicht mehr stört. Ich mag Cat. Und Punkt.

Was hat mir nicht so gut gefallen?

  • Die Sprache war für meinen Geschmack zu locker und modern. Da bin ich vielleicht auch altmodisch, weil zur Geschichte passt die Sprache allemal. Eine sich geschwollen ausdrückende Straßendiebin? Das passt dann doch nicht zusammen. Kann auch sein, dass ich mal wieder empfindlich auf Deutsch reagiere. Schon länger nichts mehr auf Deutsch gelesen.

  • Die Liebesgeschichte. Ihr kennt euch seit zwei Wochen, Cat hat Probleme anderen zu vertrauen oder zu viel von sich preiszugeben, aber kaum taucht ein relativ gleichaltriger Junge auf, flattern ihr die Schmetterlinge im Bauch herum? Natürlich gibt es Liebe auf den ersten Blick, aber muss es denn in jedem (Jugend)Buch sein?

Diese kleine Romanze ignorierend, habe ich mich voll und ganz auf die kriminellen Aspekte konzentriert, man will ja was lernen. *zwinker*

Bei den Guten gibt es so viele Regeln, an die sie sich halten müssen, bei Verbrechern oder Vigilantes kann man schon mal das eine oder andere Gesetz brechen – eindeutig mehr Spannung und Spaß!


Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Die Sprache hätte meiner Meinung nach etwas weniger lässig sein können, auch wenn sie gut zur Geschichte und den Charakteren passt. Romanze wäre nicht nötig gewesen. Trotzdem hat es Spaß gemacht, mit Cat in Häuser einzusteigen und Leute auszurauben.


Bibliographie

  • Autorin: Kate Frey
  • Pages: 320
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Verlag: Ueberreuter
  • Erscheinungsdatum: 17.02.2017
  • ISBN: 978-3-7641-7066-0

Wenn euch Cat Deal angesprochen hat, dann schaut euch doch noch meine Empfehlungen an!

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