Jugendbuch

Last Exit von Mirjam Mous | Rezension | Booksmagick


Worum geht’s?

Was würdest du tun, wenn das Schlimmste eintreffen würde? Eine Bombe im Schulbus, eine raue Klasse und viele Jugendliche mit Motiv. Niemand darf den Bus verlassen oder betreten und mit jeder Minute, die verstreicht, spitzt sich die Situation mehr zu.


Was ich darüber denke

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Mirjam Mous ist bekannt für ihre rasanten, spannenden Jugendbücher und auch Last Exit hatte ich schon lange im Auge. Als ich es schließlich in der Bibliothek entdeckte, musste ich es mitnehmen. Der Klappentext lässt den Leser im Glauben, es handle sich um einen reißerischen Thriller à la Alex Rider oder Bodyguard und ich gebe zu, das war der Grund, warum ich zum Buch gegriffen habe. Keine zehn Seiten gelesen, wusste ich, dass diese Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen ist. Last Exit gehört eindeutig zwischen Christiane F. und Morton Rhue eingereiht und eignet sich meiner Meinung nach ausgezeichnet als Schullektüre.

Mous greift wichtige Themen wie Vorurteile und Rassismus auf. Religion spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, sobald die Jugendlichen der 8c beginnen, sich gegenseitig zu beschuldigen. Bei mehreren muslimischen SchülerInnen ist das Fingerzeigen besonders einfach. Valentin, der in der Schule wegen seiner Intelligenz gemobbt wird, spielt sich immer mehr auf und bringt damit die ganze Klasse in Gefahr. Erschreckend, wie schnell der Junge seine Meinung wechselt, wenn seine Verdächtigen nicht ganz dem Täterprofil entsprechen. Ehrlich, der Junge hat mir Angst gemacht. Mit Leuten wie dem möchte ich nie in einer solchen Situation stecken …

Das Buch ist aus der Perspektive von mehreren Protagonisten geschrieben, über deren Leben wir in Rückblenden noch mehr erfahren. Ich fand es schade, dass nur eine Handvoll Schüler Sprechrollen hatten, aber bei vierundzwanzig Jugendlichen verstehe ich, dass man sich auf den Kern fokussiert. Und wie es in jeder Schulklasse so ist, gibt es jene, die sich immer überall einmischen müssen und jene, die einfach da sind. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Figuren zweidimensional waren.

Wie so oft bei Jugendbüchern in letzter Zeit war es die Sprache, die mir nicht gefallen hat. Auch hier der Grund, dass sie zu ‘jugendlich’ und locker war, aber da ich nicht mehr ganz der Zielgruppe entspreche, ist das okay. Ich weiß immer noch nicht, ob mir das Ende und die Auflösung gefallen haben. Einerseits finde ich das Ende sehr realistisch, andererseits hatte ich mir mehr erhofft. Was ich mir gewünscht hätte, weiß ich allerdings auch nicht 😀

Last Exit wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2018 ausgezeichnet.


Fazit

Mirjam Mous hat mit Last Exit wieder ein Jugendbuch geschrieben, das zum Nachdenken anregt und dem Leser aufzeigt wie schnell man mit Vorurteilen und Anschuldigungen bei der Hand ist. Spannend geschrieben, auch wenn mir die Sprache nicht gefallen hat und die Figuren recht flach waren – außer Valentin, der war erschreckend. Würde ich definitiv als Schullektüre weiterempfehlen!


Bibliographie

  • Autorin: Mirjam Mous
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Seiten: 272
  • Verlag: Arena
  • ISBN: 978-3-401-51142-9

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