Jugendbuch

The Black Coats von Colleen Oakes | Rezension | Booksmagick


Worum geht’s?

Mit der Aufnahme in den Geheimbund der Black Coats sieht sich Thea ihrem Ziel, Rache am Mörder ihrer Cousine zu nehmen, um Einiges näher. Der Geheimbund besteht nur aus Frauen und nimmt Rache an gewalttätigen Männern – und auch Frauen. Doch sind die Black Coats wirklich, was sie vorgeben zu sein? Ist Vergeltung der richtige Weg und kann Thea noch aussteigen, bevor sie zu weit geht?


Vielen lieben Dank an den Beltz Verlag für das Rezensionsexemplar und, dass ich bei der Social Media Aktion mitmachen durfte!

Was ich darüber denke

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Auch wenn ich das Buch bereits seit einiger Zeit ausgelesen am Tisch zum Rezensieren liegen habe, wusste ich einfach nicht, was ich davon halten soll. Wir machen das jetzt einfach im Stil von Stream of Consciousness und sehen, was dabei rauskommt.

Nach vielen Überlegungen bin ich zum Schluss gekommen, dass der Ansatz des Buches gut war, aber mit der Umsetzung war ich nicht glücklich.

Jede Frau kennt das. Jedes Mädchen bekommt über die Jahre eingebläut, dass es aufpassen muss, was es sagt, wie es sich anzieht, damit ihr nichts passiert. Warum wird Jungs und Männern nicht von Geburt an eingebläut, nicht übergriffig zu werden? Dass ‘nein‘ genau das bedeutet? Warum müssen sich Opfer selbst darum kümmern, dass ihnen nichts passiert?

Thea, bist du es nicht leid, jeden Tag Angst zu haben, stets in Begleitung nach Hause zu gehen, wenn es dunkel ist, deine Türen abzuschließen, darauf zu achten, dass deine Shorts nicht zu kurz sind, weil du sonst ungewollt Aufmerksamkeit erregst?

S. 38

In dieser Hinsicht verstehe ich die Black Coats voll und ganz, dass sie sich an gewalttätigen Männern rächen, die im System durchgerutscht sind und keine angemessene Strafe für ihre Verbrechen erhalten haben.

Dennoch mochte ich die Herangehensweise der Black Coats gar nicht. Sollten Frauen und Mädchen in einer solchen Organisation nicht zusammenhalten? Ich mochte es überhaupt nicht, dass auch in einer reinen Frauengruppe vermittelt wird, dass man niemandem trauen kann. Ich hätte mir gewünscht, dass es hier mehr Unterstützung, mehr Zusammenhalt gegeben hätte. Stattdessen gab es auch hier Krieg unter den verschiedenen Gruppen der Black Coats. Ich mochte nicht, dass die Mädchen auch nur Befehle befolgen müssen, der militärische Stil der Ausbildung zum vollwertigen Mitglied der Black Coats.

Starke Frauenfiguren

… sind nicht Frauen, die tough und aggressiv sind und keinerlei Gefühle haben. Das ist Bequemlichkeit bei der Charakterentwicklung. Figuren sollen vielschichtig sein, in allen Formen kommen (so wie es männlichen Figuren erlaubt ist) und auch das ist in diesem Buch zu kurz gekommen. Ich hatte den Eindruck, das Buch sollte Leserinnen dazu ermutigen, sich nichts gefallen zu lassen, Widerstand zu leisten und den Mund aufzumachen. Davon gab es relativ wenig, was ich recht schade fand.


Fazit

Guter Ansatz, nicht so gute Umsetzung. Die Figuren hatten fast kein Profil, es gab so gut wie keinen Zusammenhalt zwischen den Mädchen und Frauen, was bei dieser Thematik so, so wichtig gewesen wäre.


Bibliographie

  • Autorin: Colleen Oakes
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Seiten: 397
  • Verlag: Beltz
  • Erscheinungsdatum: 15. August 2019
  • ISBN: 978-3-407-78998-3

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