Jugendbuch

3x Jugendbuch | Kurzrezensionen | Booksmagick


Habe soeben einige schon etwas ältere Kurzrezensionen ausgegraben, die ich für die Wagner’sche Buchhandlung geschrieben habe. Warum ich die Rezensionen hier noch nie gepostet habe, weiß ich auch nicht. Vor allem, da die Bücher zu meinen absoluten Lieblingen gehören!


Ali Benjamin – Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Suzy liebt Wissenschaft und Natur über alles und versucht immer alles logisch zu erklären. Die Antwort, dass manche Dinge einfach passieren, stellt sie nicht zufrieden. Vor allem nicht, als ihre beste Freundin Franny in den Sommerferien ertrinkt, obwohl sie doch eine so gute Schwimmerin war. In Rückblicken lernen wir Suzy und Franny besser kennen und sehen, dass manche Kinder schneller erwachsen werden als andere und die Interessen sich ändern. Diese einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Trauer und das Erwachsenwerden begleitet Suzy auf ihrer Suche nach Antworten. Dabei tauchen aber immer mehr Fragen auf. Wie kann ein Leben nach so kurzer Zeit enden? Wie viele Menschen sterben jährlich an Quallenstichen? Und passieren manche Dinge wirklich ohne Grund?

Ein sehr berührendes Buch ab 13, das unsere Existenz thematisiert und einen kindlichen Blick auf das Leben wirft.


Laura Kuhn – We could be heroes

Lou freut sich, mit ihrer Familie aufs Land zu ziehen, weg von ihren Gefühlen und weg von ihrer besten Freundin, die sie auf einer Party geküsst hat. Doch dann verliebt sich Lou Hals über Kopf in Elia und langsam kommen sich die beiden näher. Auch wenn Lou in Sachen Liebe unsicher ist, will sie doch zu ihren Gefühlen stehen und sehen, wohin sie sie führen.

Wer schon lange auf der Suche nach einem knuffigen Jugendroman mit lesbischer Liebe war, der ist bei Laura Kuhn an der richtigen Adresse. Manchmal braucht es einfach eine Geschichte zum Wohlfühlen. Diese slow-burn Liebesgeschichte mit Happy End ab 14 ist genau das Richtige für einen warmen Sommernachmittag.


Morton Rhue – American Hero

Morton Rhue kennen wir ja schon von Büchern wie ‘Boot Camp‘ oder ‘Die Welle’. Wie immer hat er auch hier ein Thema ausgewählt, über das niemand spricht, über das jedoch unbedingt mehr gesprochenwerden sollte.

Jake ist gerade mal neunzehn, als er schwerverletzt als gefeierter Held aus dem Krieg zurückkehrt. Die Alpträume und posttraumatische Belastungsstörung werden totgeschwiegen, denn das will keiner hören. Rhue beschreibt den Soldatenalltag ohne zu verschönern oder zu verherrlichen. Durch das Buch hindurch ringt Jake mit sich selbst: Will er in High Schools den Militärdienst bewerben, so wie auch er angeworben wurde? Oder will er über das wahre Gesicht des Krieges sprechen und sein Land verraten? Patriotismus wird in der amerikanischen Gesellschaft nach wie vor großgeschrieben und diese Entscheidung könnte Jakes Leben verändern.

Packend, sehr gut recherchiert und regt zum Nachdenken an.

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